Writing Friday 1 2021: Januar: Die Winterwichtel Teil 2

Heute gibts wieder einen Writing Friday und ich bin mit dabei.

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  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Bitterkalt fing dieser Tag an und ich hatte die Befürchtung, das…” beginnt.

Bitterkalt fing dieser Tag an und ich hatte die Befürchtung, das es noch kälter wurde. Dabei war es schon so eiskalt, dass ich mich nicht mal raus traute. Minus 20 Grad. Das hatten wir schon lange nicht mehr. Was war hier los?
Die Schneeflocken peckten an der Scheibe und draußen gefror alles. Bald konnte man gar nicht mehr raus.
Gut, dass ich für Wochen einen Vorrat im Haus hatte.
So konnte sie sich mit einem guten Buch auf die Couch vor dem Kamin kuscheln. Das machte ich sowieso total gerne. Das Buch war auch total spannend und ich versank darin. Es ging um Wichtel und um den Winter und ich fand Fantasy-Geschichten einfach toll.
Ruckzuck hatte ich 100 Seiten durch. Ich brauchte dringend erst mal eine Pause. Das Feuer ging sowieso langsam aus. Also holte ich aus dem Keller neues Holz und füllte es nach.
Plötzlich klingelte es an der Tür. Verdutzt blieb ich sitzen, da ich so wenig damit gerechnet hatte. Allerdings klingelte es nun erneut.
Also stand ich auf und ging zur Tür. Ich öffnete sie zögerlich. Doch da war nichts. Sie wollte gerade die Tür wieder schließen als sie aufgeregte Stimmen hörte. Ich sah nach unten und entdeckte zwei ulkige Kerle vor mir. Das war doch sicher nur ein Traum. Sowas gabs gar nicht wirklich.
„Willst du uns noch länger anstarren oder bittest du uns rein?“, fragte einer der beiden kleinen Kerle.
Der seufzte nur tief. „Nicht schon wieder. Bittest du uns vielleicht erst mal rein?“
Ich brauchte gar nichts zu tun. Die Wichtel ließen sich einfach selbst rein. Also schloss ich die Tür hinter mir und folgte ihnen ins Wohnzimmer.
„Wer seit ihr und was wollt ihr hier?“, fragte ich sie immer noch verwirrt.
„Wir sind Wichtel“, erklärte mir der kleinere, als wäre ich total dumm. „Mehr brauchst du nicht zu wissen.“
„Und was wollt ihr hier?“, fragte ich dennoch noch mal nach.
„Du hast uns gerufen“, erklärte der Sprecher.
„Ich habe was?“ Irritiert sah ich sie an. „Ich habe euch bestimmt nicht gerufen.“
„Doch, sonst wären wir nicht hier.“ Der Wichtel sah sich suchend um und sah dann mein Buch. „Das da. Damit hast du uns gerufen.“
„Ich habe nur gelesen“, entgegnete ich.
„Und uns damit gerufen“, erklärte der Wichtel bestimmt.
„Aber ich weiß nicht mal wieso ihr hier seit“, wiederholte ich noch mal.
„Magst du den Winter?“, fragte der Wichtel nun. Mittlerweile saß ich wieder auf meinem Sofa und sie auf einem Sessel.
Ich brauchte nicht groß zu überlegen. „Ja, schon. Aber es ist viel zu kalt. Die Welt gefriert.“
„Aber die Welt braucht den Winter“, erklärte der Wichtel. „Immer nur Sommer tut ihr nicht gut. Da wird alles zu trocken.“
„Das stimmt, aber bei diesen Temperaturen friert man total“, fand ich. „Das kann doch auch nicht gesund sein.“
„Also möchtest du wärmeres Wetter?“, fragte er Wichtel zweifelnd.
„Zumindest wärmer“, nickte ich. „Ausgeglichener.“
Der Wichtel seufzte nur. „Immer das Selbe. Einer will Schnee, einer nicht. Also schön. Dann weiß ich ja jetzt, was meine Aufgabe ist. Auch wenn ich eigentlich ein Winterwichtel bin und kein Sommerwichtel.“
Und so verwandelten sich die beiden Wichtel vor meinen Augen in Sonnenstrahlen. Sie flogen aus dem Fenster heraus als wäre es unsichtbar. Und so wurde die Nacht von hellen Lichtstrahlen erhellt. Der Schnee schmolz und dennoch kam der Winter jedes Jahr wieder. Die Winter kamen und gingen, aber wir hatten auch wieder richtigen Sommer. Die Wichtel sah ich nie wieder. Vielleicht war es ja doch nur ein Traum gewesen. Doch das Wetter wurde wieder besser und beständiger. Mehr wie früher und ich merkte die Veränderung jeden Tag.

Ende

Und was meint ihr?

 

Writing Friday 2021 1: Die Winterwichtel Teil 1

heute gibts wieder eine Geschichte zum Writing Friday und ich bin mit dabei.

Schreibe eine Geschichte und lass folgende Wörter mit einfliessen: Schnee, herrlich, kristallklar, aufgeregt, Wollmütze

Die Winterwichtel

In diesen Tagen war ich gerne draußen. Ich ging gerne in unserem winterlich verschneiten Ort spazieren. Hier war die Luft so herrlich klar, wenn es klirrend kalt war und draußen Schnee lag. Der Ort wirkte dann immer so magisch und gerade im Wald war es einfach wunderbar. Der Schnee lag schwer auf den Bäumen und jeder Ast hatte schwer zu tragen. Aber das beste war, dass in der Mitte ein See mit Wasser war, dass so kristallklar wie die Luft um mich herum war. Auch wenn er momentan eingefroren war. Doch irgendwas schimmerte darin. Ich beugte mich näher rüber, doch ich konnte es nur schemenhaft erkennen.
Was geschah da drinnen? Wie konnte da drin überhaupt jemand sein? Ich konnte mir darauf keinen Reim machen. Doch die Lichter verschwanden nicht. Sie bewegten sich im Kreis. Und während ich auf den See starte brach das Eis. Die Lichter schwirrten heraus und umherwirbelten sie. Dann wurden aus ihren winzige Wesen, die sie an Schmetterlinge und doch auch gleichzeitig an Schneeflocken erinnerten. Und dann wurden sie zu Wesen, die wie kleine Wichtel aussahen.
„Wer seit ihr?“, fragte sie die ulkigen Wesen.
„Wer bist du?“, fragten sie zurück. „Du hast uns doch gerufen.“
„Ich habe was?“ Ich verstand kein Wort mehr.
„Du hast uns gerufen. Wer uns sieht ruft uns“, erklärte der Wichtel.
Der andere Wichtel stupste aufgeregt seinen Kumpel an und der erste seufzte und rollte mit den Augen.
„Na, schön. Wir sind Winterwichtel“, erklärte er.
Ich sah ihn nach wie vor verständnislos an. Also erklärte er ohne Aufforderung: „Wir kommen von weit her. Aus der Winterwelt im Norden. Aber nicht im Menschennorden. Wir haben unseren eigenen Norden. Auch nicht die Weihnachtswelt. Einfach die Winterwelt. Wir sind dafür da, dass der Winter erhalten bleibt.“
„Aber wieso sollte ich euch rufen?“, fragte ich und verstand es immer noch nicht.
„Das weiß ich auch nicht. Sag du es mir.“ Er zog an seiner Wollmütze von der anschließend Schnee rieselte.
„Hier ist alles in Ordnung. Wie du siehst liegt hier viel Schnee“, erzählte ich ihm.
„Und in dem Rest der Welt?“, fragte er.
Ich dachte darüber nach. Ich konnte nicht glauben, was mir hier passierte. Sowas passierte sonst nur im Märchen. Aber er hatte Recht. Es gab natürlich nicht überall Schnee.
„Nein, nicht auf der ganzen Welt“, gab ich also zu. „Es wird immer weniger.“
„Und deswegen sind wir vermutlich hier“, stellte der Wichtel fest.
„Und was wollt ihr jetzt machen?“, erkundigte ich mich. „Wie wollt ihr das Wetter ändern?“
„Wir sind Winterwichtel. Lass uns mal machen.“ Die beiden Kerlchen strahlten mich an.
Und dann legten sie los. Sie wurden zu Schneeflocken, die sich überall vermehrten. Es schneite ziemlich dicht und ich versuchte die Flocken aufzufangen. Die Wichtel sah ich danach nie wieder, aber es gab dann kein Jahr mehr ohne Schnee. Die Wichtel hatten unsere Welt verändert. Sie hatten sie verschönert. Es schneite jetzt überall auf der Welt. Ich freute mich darüber. So konnte der Winter immer sein.

Ende

Na, was sagt ihr?