Lance und Shailene Teil 7: Verloren in der Zukunft

Es ist endich so weit. Ein neuer Teil von Lance und Shailene ist fertig. Es hat etwas gedauert. Auch weil ich einen Datenverlust hatte und weniger Zeit, aber jetzt ist er da.

Hier gehts zu den Vorgängerteilen:

Lance und Shailene Teil 1 – 6: Klick

Es ist eine alte Writing Friday Aufgabe, aber als ich sie geschrieben habe war sie aktuell.

Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz beginnt: „Jack griff nach seinem Schwert und zögerte dennoch, denn …“ beginnt

Teil 7 Verloren in der Zukunft

Jack griff nach seinem Schewert und zögerte dann, denn er hatte ein zu gutes Herz. Er konnte es nicht tun. Er konnte niemanden verletzten. Nicht mal jemanden, der uns alle in Gefahr gebracht hatte.
Wir waren nämlich eine Untergrundorganisation in London. Dazu gehörten Tristan, Jack, Dante und ein paar andere Jugendliche. Und Dante hatte uns alle verraten. Als wir das merkten folgten wir ihn und fingen ihn ab um noch mehr Chaos zu bringen. Und jetzt waren wir hier außerhalb der Höhlen und hielten Dante gefangen. Doch was konnten wir tun?
„Wir müssen fliehen“, überlegte Jack. „Sonst schnappen sie uns auch.“
„Es ist nicht klug Dante am Leben zu lassen“, überlegte Tristan dann.
„Ich werde ihn nicht umbringen. Ich kann es nicht“, stellte Jack fest und ließ das Schwert sinken. Dann sah er mich an. „Tut mir leid.“
„Schon gut. Ich verstehe das“, versicherte ich ihm.
„Und was jetzt? Wo sollen wir hin?“, fragte Jack verzweifelt. Er sah Tristan fast flehend an. Als hätte er eine Lösung für alles.
Tristan dachte tatsächlich darüber nach. „Ich habe doch diese Zeitmaschine gebaut. Damit kann einer von uns durch die Zeit reisen, aber nicht mehr.“
„Funktioniert sie?“, fragte Jack besorgt.
„Ich habe sie noch nicht getestet, aber ich denke schon.“
Da sahen die beiden mich vielsagend an.
„Auf keinen Fall. Ich werde nicht durch die Zeit reisen. In welches Jahr wollt ihr mich überhaupt schicken?“
Tristan sah unsicher zu Dante, aber der war sicher immer noch k. o. Er würde nichts mitbekommen.
„2019.“ Tristan flüsterte dennoch.
„Bist du bekloppt?“, entfuhr es mir. Das ist das Jahr in dem alles Übel angefangen hat.“
„Ich weiß“, sagte Tristan. „aber weiter geht die Maschine nicht in die Zeit zurück und alles andere ist gefährlich.“
„Auf keinen Fall“, wiederholte ich entschlossen.
„Doch, du wirst es tun“, erklärte Jack mir eisern. „Für unsere Eltern. Dann bist wenigstens du in Sicherheit.“
Unzufrieden seufzte ich. „In Sicherheit. Ja klar. Ich will euch nicht alleine lassen.“
Jetzt kam Tristan zu mir, nahm mich in seine Arme und drückte mich an sich. „Clarissa, tu es wenigstens für mich. Es ist deine einzige Chance.“
Verdammt. Damit hatte er mich und das wusste er auch. Verzweifelt klammerte ich mich an ihn.
„Wo hast du die Maschine?“, fragte Jack leise.
„In einem Versteck ausserhalb der Stadt“, antwortete Tristan.
„Bring sie dahin und tu es“, bettelte Jack ihn an. „Ich bleibe bei Dante.
„Du willst bei Dante bleiben?“, fragte ich zweifelnd. „Und das soll gut gehen?“
„Ich bekomme das schon hin“, versicherte er mir. „Zur Not bluffe ich.“
„Jack!“, rief ich entsetzt. Mein naiver, dummer Bruder.
„Wichtig ist nur, dass du in Sicherheit bist.“ Jack sah mich eindringlich an.
„Und was ist mit euch? Man wird euch nicht einfach in Ruhe lassen“, protestierte ich.
„Wir kommen klar“, versicherte Jack mir. „Seit nur vorsichtig.“
Und so rannte ich praktisch zu meinem Bruder und umarmte ihn heftig. Er drückte mich fest an sich.
„Ich habe dich lieb, kleine Schwester. Vergiss das nie.“
„Ich dich auch. Deswegen ertrage ich den Gedanken auch nicht dich nie wieder zu sehen.“
„Alles wird gut“, versprach Jack mir.
Dann zog Tristan mich sanft von ihm.
„Komm, wir sollten los bevor in der Stadt die Hölle losbricht.“
Und so löste ich mich schweren Herzens von Jack und warf ihm einen letzten Blick zu. Ich musste für immer ohne ihn leben.
Doch Tristan führte mich sicher aus der Stadt heraus. Es ging immer durch die Tunnel. Dort unten trauten sich nur noch wenige hin. Außerdem hätte Jack mich niemand anderen als Tristan anvertraut. Deswegen war es kein Wunder, dass wir sicher zu der Zeitmaschine kamen. Keine Ahnung wie Tristan es gemacht hatte, aber die Maschine befand sich in einem abgesicherten Raum.
Jetzt wurde es wohl Zeit sich auch von Tristan zu verabschieden. Das war noch schwerer als von Jack. Tristan hatte mir in den letzten Jahren so viel gegeben. So viel Zeit, Hoffnung und Freude und vor allem seine Liebe.
Bei dem Gedanken ohne ihn zu gehen bekam ich Panik. Tristan, ich kann das nicht. Ich kann dich nicht verlassen. Ich will das nicht. Ich liebe dich.“
Tristan versuchte wie immer tapfer zu sein. „Du schaffst das. Dann kannst wenigstens du leben. Ich würde es nicht ertragen, wenn du sterben müsstest. Bitte, Lissa. Für mich.
„Du bist ein Idiot, weißt du das?“ Ich versuchte nicht allzu bitter zu klingen. „Wieso schickst du nicht Jack weg? Wir hätten sein Leben retten können.“
„Wir drehen uns im Kreis“, erinnerte er mich sanft. „Bitte lass es. Es ist so schon schwer genug.“
Und so fielen wir uns in die Arme und ich drückte ihn so fest an mich wie ich konnte. Ich schluchtze an seiner Schulter. Eine Weile ließ er es geschehen. Dann schob er mich sanft von sich. Nur um mich im nächsten Moment an mich zu ziehen und zu küssen. Unsere Küsse wirkten so verzweifelt und leidenschaftlich.
„Ich liebe dich. Vergiss das nie“, flüsterte er mir ins Ohr.
„Ich liebe dich auch.“
Wir stahlen uns ein paar letzte Küsse und eine Umarmung. Dann schob er mich von sich.
„Bitte geh jetzt da rein“, bat er mich.
„Ich kann immer noch nicht fassen, dass du das tust. Du bist so ein verdammter Idiot.“
„Aber dann bin ich immerhin ein Idiot, der dich rettet“, erwiederte er.
Mir blieb wohl nichts anderes übrig als in die blöde Zeitmaschine zu steigen.
Von außen sah sie aus wie eines von unseren fliegenden Autos in silber. Innen gab es nur einen Sitz und ganz viele Knöpfe zum Drücken.
„Schnall dich an“, wies Tristan mich an. „Gib die Zahl 2019 ein. Den Rest erledige ich von draußen.“
Ich tippte die Zahl ein, doch ich bekam wieder Panik. Ich wollte das alles nicht. Doch bevor ich noch irgendwas sagen konnte schloss sich die Zeitmaschine und kam in Bewegung. Es ging los. Und so landete ich auf der Wiese des Kostümballs.
Verdammter Idiot. Ich vermisste Tristan und Jack jetzt schon.

Forsetzung folgt …

Was meint ihr?

Writing Friday – Lance und Shailene Teil 4 Clarissa aus der Zukunft

Und hier kommt wieder ein Teil von Lance und Shailene zum Writing Friday. Es macht Spass über die beiden zu schreiben und ich bin gespannt wozu sie mich sonst noch inspierieren bei den nächsten Themen.

Clarissa ist 18 Jahre alt und lebt 2119 in einer Untergrundorganisation in London. Gegen was setzt sie sich mit den anderen Mitgliedern ein?

Shailene

Dornröschen war immer noch nicht aufgetaucht. Bei dem Wolf war sie aber auch nicht mehr. Aber sie würde schon wieder auftauchen. Ich wollte mir jetzt einfach nicht zu viele Gedanken machen. Stattdessen stürzte ich mich mit Lance in die Menge.
Dabei stoßen wir auf ein seltsames Mädchen. Es sah aus wie aus der Zukunft entsprungen und passte gar nicht zu den anderen Kostümen hier. Sie wirkte auch sehr verwirrt. Lance und ich tauschten einen Blick und sprachen sie an.
“Hey, ist alles in Ordnung mit dir?“
“Wo bin ich hier?“, fragte sie. Ihre Stimme klang seltsam.
“Du bist auf dem Kostümball“, antwortete ich verwirrt.
“Einem Kostümball? Nein, dass kann nicht sein. Unser letzter Kostümball in der Öffentlichkeit war 2100. Da war ich noch nicht mal geboren.“ Sie klang ziemlich von sich überzeugt, aber was redete sie da? Noch einen Amnesiepatienten konnte ich wirklich nicht gebrauchen.
“Nein, wir haben 2019. Du musst dich vertun. Ist wirklich alles okay mit dir?“, hakte ich noch mal nach.
“2019? Ach, was“, winkte das Mädchen ab. „Ich bin doch nur eingeschlafen und sicher nicht durch die Zeit gereist. Das war doch nur so ein Gerede von Tristan.“
“Was? Was für eine Zeitreise und wer ist Tristan?“, fragte ich verwirrt. Dieses Mädchen irritierte mich. Wollte sie mich vereimern? Hilfesuchend sah ich zu Lance.
“Zeitreisen? Echt? Das gibt’s?“, fragte Lance wenig hilfreich und ich rollte nur mit den Augen.
“Natürlich nicht“, antwortete selbst das Mädchen entrüstet. „Ich träume ja schließlich. Ich liege auf meiner Madratze in London im Jahr 2119.“
Ähm, ja klar. Sie musste wie Dornröschen uaf dem Kopf gefallen sein. Wie sollte ich ihr erklären, dass das hier nicht mal London war?
“Wie heißt du denn?“, fragte ich sie erst mal um Zeit zu schinden.
“Clarissa“, antwortete sie.
Ha, da hatten wir es. Niemand aus dem Jahr 2119 hieß Clarissa. Zumindest konnte ich mir das nicht vorstellen.
“Clarissa, du träumst nicht. Du bist hier aber auch nicht in London und schon gar nicht im Jahr 2119. Wir sind in Deutschland und schreiben das Jahr 2019“, stellte ich nun ein für alle mal klar.
“Verdammter Tristan. Wie konnte er nur?“, schimpfte sie.
Offenbar wollte sie sich nicht von ihrer Version der Geschichte abbringen. Doch bevor ich etwas drauf erwiedern konnte stieß Dornröschen wieder zu uns und zwar mit einem Typen im Schlepptau. Er war defintiiv kein Wolf. Eher Robin Hood.
“Wer ist sie?“, fragte sie uns.
“Ähm, Clarissa“, antwortete ich vage. Wie sollte ich Dornröschen von einer Zukunft erzählen an die ich selbst nicht mal glaubte. Außerdem musste Dornröschen erst mal mit dieser Zukunft klarkommen. Deswegen fragte ich nur: „Und wer ist Robin Hood in Wirklichkeit?“
“Robin Hood?“, fragte Dornröschen verwirrt.
Ach ja, den kontne sie ja nicht kennen.
“Na, er neben dir“, sagte ich und zeigte auf Robin Hood.
“Ach so, das ist Marco“, antwortete sie und stellte ihn somit vor.
“Hallo“, sagte Marco in die Runde und wir begrüßten ihn ebenfalls.
“Ihr seid komisch“, stellte Clarissa fest. „Bei uns in der Untergrundorganisation geht es viel rauer zu. Tristan musste mich immer beschützen.“
Ähm, ja. Na klar. In der Zukunft, die 2119 war. Jetzt musste Lance mir aber wirklich helfen. Doch zu meiner Überraschung sprang Dornröschen ein.
“Marco, das sind übrigens Lance und Shailene“, stellte sie uns jetzt vor und deutete nacheinander auf Lance und mich. „Clarissa kenne ich zwar nicht, aber vielleicht hat sie Amnesie, weil sie so komisches Zeug redet. Das habe ich nämlich auch. Glaubt zumindest Shailene. Shailene hat mir erklärt, was Amnesie ist. Dabei verliert man sein Gedächtnis oder einen Teil davon.“
Marco guckte sie an als sei sie von einem anderen Planeten. Ich konnte es ihm nicht verübeln.
“Ähm, Rose, liebes. Lassen wir das lieber. Das tut jetzt nicht zur Sache.“ Ich sah Lance verzweifelt an. „Was machen wir jetzt, Lance?“
“Nehmen wir Clarissa mit“, entschied er. Irgendwie hatte ich genau das befürchtet.
“Ich halte das für keine gute Idee,“ teilte ich ihm mit.
“Das hast du bei Dorn … ähm Rose auch gesagt“, erinnrte er mich und verbesserte sich in letzter Sekunde noch.
“Ja, aber mal ehrlich, Lance. Mit Rose haben wir schon genug zu tun.“ Schnell sah ich sie entschuldigend an. „Nichts für ungut.“ Dann fuhr ich fort. „Und jetzt noch eine Zeitreisende.“
“Kannst du irgendwohin?“, fragte Lance Clarissa nun und wirkte dabei ausnahmsweise mal vernünftig.
“Wo denn? Ich weiß ja nicht mal wo wohin ist“, antwortete Clarissa in einem Tonfall der besagte als halte sie uns alle für dämlich.
“Also gut“, entschied ich kurzerhand. Was sollte ich denn machen? „Kommt mit uns, Clarissa. Zumindest fürs erste.“
“Und was ist mit Marco?“, fragte Dornröschen hoffnungsvoll.
“Du hast doch ein zu Hause, oder?“, fragte ich dagegen hoffnungsvoll.
“Natürlich. Ich wohne hier im Ort“, antwortete er. Dann wandte er sich an Dornröschen. „Aber ich würde dich gerne wiedersehen, Rose.“
“Au ja, gerne“, strahlte Dornröschen begeistert und ich wusste, dass wir Marco nicht so schnell loswurden.
Und so fuhren Lance und ich mit Dornröschen und Clarissa nach Hause und waren gespannt, was Clarissa noch so über ihr Leben in der Zukunft zu berichten hatten.

Fortsetzung folgt …

und was meint ihr?

Transcendance

Story: 1 (+)

Will ist ein genialer Kopf und entwickelt künstliche Intelligenzen oder zumindest eine. Doch wird es ihm gelingen Unmögliches zu erreichen?

Eigene Zusammenfassung

Charaktere: 1 (+)

Will Caster/ Johnny Depp: 1

Will mochte ich ganz gerne. Er  hatte gute Ansätze und tat mir leid wegen dem was mit ihm passiert ist. Aber dann artete es aus und ich fand es krass, was mit ihm alles möglich war. Er wirkte nur manchmal etwas trantünig.

Das ist ja mal wieder eine verhältnismäßig normale Rolle für Johnny Depp. Zumindest vom Aussehen her. Also so wie er wirklich ist. Zumindest überwiegend. Das fand ich eigentlich sehr gut, denn meistens kann man ihn kaum erkennen. Etwas schräg war es natürlich schon, aber die Rolle passte zu Johnny.

Bekannte Rollen: Fluch der Karibik, Phantastische Tierwesen, Alice im Wunderland

Joseph Tagger/ Morgen Freeman: 1 (+)

Joseph mochte ich ganz gerne. Er hatte was, kam aber doch recht wenig vor. Das fand ich etwas schade.

Morgan mag ich sehr gerne. Er spielte diese Rolle auch gut und passte gut zu ihm.

Bekannte Rollen: R.E.D., Das Beste kommt zum Schluss, Evan Allmächtig

Max Waters/ Paul Bettany: 1 +

Max mochte ich wirklich gerne. Er hatte ein gutes Herz und war ein kluger Kopf. Er war ein Lieber und kümmerte sich um die, die er liebt.

Paul mag ich schon seit Tintenherz. Hier konnte er mich wirklich überzeugen. Er passte wirklich gut in die Rolle.

Bekannte Rollen: Tintenherz, The first Avenger, Master & Comander

Evelyn Caster/ Rebecca Hall: 1 (+)

Evelyn mochte ich schon recht gerne. Vor allem am Anfang. Allerdings war sie mir dann zu verbohrt. Das wurde ja auch ziemlich gefährlich, was sie machte. Ich konnte sie teilweise verstehen, aber sie war auch total geblendet. Wenigstens für die meiste Zeit.

Rebecca mochte ich auch von Anfang an. Sie passte auch so gut in diese Rolle. Sie hatte einfach was und hatte auch die nötige Klase.

Bekannte Rollen: keine

Bree/ Kate Mara: 1 (+)

Bree mochte ich eigentlich recht gerne. Sie hatte nur manchmal die falschen Ansätze. Dennoch mochte ich wofür sie kämpfte. Ich traute ihr nur nicht immer.

Kate mag ich total gerne. Sie hat einfach irgendwie was. Ich finde sie sympatisch.

Bekannte Rollen: Fantastic Four

Donald Buchanan/ Cillian Murphy: 1 +

Donald mochte ich ganz gerne. Wirklich überragend fand ich ihn aber nicht. In die Rolle passte er aber gut und fügte sich gut ein.

Cillian mochte ich ganz gern. Er konnte mich aber nicht ganz überzeugen. Vielleicht gab das auch seine Rolle einfach nicht her.

Bekannte Rollen: 28 Tage später, Unterwegs nach Could Montain, Batman

Martin/ Clifton Collins Jr: 1

Martin fand ich okay, aber nicht überragend. Das gab seine Rolle aber wohl auch nicht her.

Clifton mochte ich ganz gerne. Er passte auch gut zu der Rolle und spielte sie gut.

Bekannte Rolle: keine

Kleidung und Kulissen: 1 (+)

Die mochte ich ganz gerne und sie passten auch. Die Kleidung war nichts besonders sondern eher einfach gehalten.  Die Kulissen sind teilweise natürlich schon was besonderes. Besonders Evelyns Häuser mochte ich sehr.

Besondere Ideen: 1 (+)

Das war ja die Grundidee mit der künstlichen Intelligenz und wie es machbar ist. Das war auch ganz gut gemacht, aber auch gruselig.

Rührungsfaktor: 1 (+)

Manchmal fand ich es schon rührend und süß und habe mitgehofft.

Parallelen: 1

Die kann ich schon zu anderen der Art stellen und diesen hier mochte ich ganz gerne.

Störfaktor: 1

Evelyn war zu verbort. Sie war verblendet und sah nicht wie gefährlich war, was sie tat. Auch so hätte man ein wenig mehr aus der Story machen können. Es wirkte alles zu sachlich. Man hätte es lebhafter machen können.

Auflösung: 1 (+)

Die war okay, aber auch vorhersehbar. Man hatte es ja eh schon geahnt. Aber sie war auch traurig und schön.

Fazit: 1 (+)

Der Film hat mir schon gut gefallen. Er war kein Überflieger, aber sehenswert und das Thema war interessant. Ausserdem waren die Schauspieler gut ausgesucht und haben mir gefallen.

Bewertung: 4/5 Punkten

Mein Rat an euch:

Man kann den Film gucken. Er ist schon sehenswert.

Writing Friday – Ein Blick in die Zukunft

Du bist durch die Zeit gereist und im Jahr 2819 gelandet, berichte davon.

Zeitreise ist so eine Sache. Man weiß nicht wohin man gelangt. Wir aus der Gegenwart wissen nicht viel über diese Welten.  Wir haben in der Vergangenheit fast alles erforscht, was geht. Doch in die Zukunft ist kaum einer gereist. Deswegen bin ich gespannt, was mich erwartet.
Wie reise ich eigentlich durch die Zeit? Gute Frage.  Es ist eine Art Uhr. Nur dass sie nicht die Zeit anzeigt. Man kann sie einstellen. Ich stelle meine Uhr also auf den 05.05.2819. Der Zeiger drehte sich wahnsinnig schnell um sich selbst. Ich selbst blieb aber stehen. Ich blieb einfach da wo ich war. Dennoch veränderte sich etwas. Der Wald, war nicht mehr der, der ich kannte. Hier gab es keinen Wald um genau zu sein. Hier war gar nichts. Nicht mal Wiese. Okay, ich schaffte das. Natürlich gab es in der Zukunft Dinge, die ich sonst nicht kannte. Ich ging einfach los. So anders konnte es hier gar nicht sein, oder? Also ging ich einfach den Weg, den ich gekommen war. Nur dass es hier auch anders aussah. Es gab gar keinen richtigen Weg. Nur Feld. Also blieb mir nichts anderes als darüber zu laufen. Ich hatte keine Ahnung wo dieser nicht vorhandene Weg hinführte. Es dauerte eine Weile bis sich wieder etwas tat. Dann kam ich auf einen Weg. Es war nicht direkt eine Straße, kam dem aber sehr nahe. Zumindest waren hier schon mal Menschen zu sehen. Allerdings sahen sie seltsam aus. Nicht direkt wie Roboter oder Androiden, aber doch so ähnlich. Zumindest hatten sie was metallisches an sich. So wirklich beschreiben konnte ich es nicht. Manchmal war es nur ein Arm oder eine Hand, dann wieder Teile im Gesicht oder ähnliches. Aber hier war ich außen vor. Nicht sie.
Aber ich wurde nicht wirklich beachtet. Vielleicht waren sie an Besucher aus verschiedenen Zeiten gewöhnt. Also ging ich einfach weiter. Schließlich kamen immer mehr Menschen. Vielleicht kamen wir in die Nähe einer Stadt. Ich musste das wohl abwarten.
Es dauerte wieder eine Weile bis sich erneut etwas tat. Dann schlengelte sich ein neuer Weg vor meiner Nase herum. Ich folgte ihm und war damit nicht alleine. Langsam kamen die ersten Gebäude in Sicht. Sie wirkten seltsam. Gar nicht so modern wie ich dachte. Sie sahen eher aus wie Höhlen. Anders konnte ich sie nicht beschreiben. Sie standen am Wegrand, was irgendwie verloren wirkte. Außerdem waren sie sehr klein. Wie sollten da Menschen reinpassen?
Verwirrt ging ich weiter. Was war das für eine komische Welt? Höhlen hatte ich in der Zukunft aber nicht erwartet. Schließlich kam ich in eine Art Stadt. Aber auch hier sah es nicht aus wie erwartet. Sondern eher einfach. Zu einfach. War ich in eine falsche Zeit geschlüpft?
Schließlich kam ich an eine Schranke. Dort saßen zwei der seltsamen Menschen vor und hielten mich auf. Fragend sah ich sie an.
„Können Sie sich ausweisen?“, fragte der eine mit einer Roboterstimme.
Verdammt. Hatte ich meinen Ausweis mitgenommen? Hoffentlich. Ich kramte in meinen Taschen herum. Und dann fand ich mein Tablet. Darauf musste auch mein Ausweis sein. In freudiger Erwartung wollte ich ihn anschalten, aber der Akku war leer. War ja klar.
Mein Gegenüber hatte aber längst verstanden.
„Sie haben einen digitalen Ausweis? Dann ist er ganz schnell abrufbar.“ Er drückte auf ein paar Knöpfe in seinem Arm und nickte mir dann zu. „Alles klar. Sie können durch.“
Und so ging ich weiter. Und dann kam ich in die Stadt. Und die war der Wahnsinn. Sie war gar nicht so voll wie ich es mir vorgestellt hatte. Eher leer und kleiner. Und auch noch recht altmodisch. Irgendwie fehlte hier jegliche Technik. Da hatte ich was ganz anderes erwartet. Es wirkte geradezu einfach. Die Leute waren schlicht angezogen und ihre Häuser ebenso schlicht. Ich sah mich verwundert um. Es erinnerte mich eher an das Mittelalter. Ich suchte nach etwas wie einer Kneipe oder so. Diese Mischung hier verwirrte mich.
Und dann sah ich sie. Ein Mädchen so einfach wie es nur gehen konnte. Blonde lange Haare, rundes Gesicht, füllige Figur, aber wunderschön. Ich konnte meinen Blick nicht von ihr wenden. Wenn es Frauen wie sie hier gab wollte ich diese Welt vielleicht nie mehr verlassen. Das könnte ein Problem werden. Ich konnte sicher nicht auf Dauer hier bleiben.
Und dann sah sie mich an. Sie lächelte und ich lächelte zurück.  Und da war es spätestens um mich geschehen. Sie war einfach entzückend. Ich näherte mich ihr vorsichtig. Sie richtetete ihren Blick weiter auf mich. Ich kam weiter auf sie zu bis ich vor ihr stand.
„Hallo“, begrüßte ich sie schlicht.
„Hallo“, sagte sie auch.
„Bin ich hier richtig in der Zukunft?“, fragte ich sie. „Ich habe eher das Gefühl ich bin in der Vergangenheit. Mal abgesehen von dem Metall, was manche am Körper hatten.“
„Kommt darauf an aus welcher Zeit du kommst“, meinte sie nur.
„Aus dem Jahr 2018“, erklärte ich.
„Dann ist es definitiv die Zukunft“, erklärte sie.
„Sie sieht so anders aus als ich sie mir vorgestellt habe“, gab ich zu.
„Sieht sie das nicht immer?“, fragte sie nur.
„Vermutlich“, stimmte ich ihr zu.
„Komm mit mir. Dann zeige ich dir die wirkliche Zukunft“, bot sie mir an.
Und so ging ich mit ihr und sie hielt ihr Versprechen. Ich lernte eine Welt kennen wie ich sie mir nie erträumt hätte. Ich kam nie wieder nach 2018 zurück. 2819 war viel interessanter und entspannter.

Ende

So, das war mein kleiner Einblick zu Beobachteten. Was meint ihr so?

Jay Asher + Carolyn Mackler – Wir beide irgendwann

Story: 1 (+)

Emma kriegt 1996 ihren ersten Computer. Um sich ins Internet einzuloggen muss sie sich noch einwählen.  Sie kommt auf eine Facebookseite, die erst in 15 Jahren existiert und sieht ihre Zukunft. Was passiert, wenn man an dieser Zukunft rumpfuscht, weil sie einem nicht gefällt?

Eigene Zusammenfassung

Charkatere: 1 (+)

Emma: 1 (+)

Ich mochte sie ganz gern, aber manches fand ich auch nicht so gut. Am Anfang wirkte sie richtig sympatisch und so, aber es gefiel mir nicht wie sie dann mit Josh umging. Musste das sein? Das war irgendwie herablassend als sei sie was besseres. Auch wie sie in ihrer Zukunft rumgefuscht hat fand ich nicht gut, auch wenn ich es verstehen konnte.

Josh: 1 (+)

So wirklich überzeugen konnte er mich auch nicht. Ich mochte ihn eigentlich ziemlich gern. Aber dieses ganze Getue mit Sydney fand ich blöd. Aber er hatte auf jeden Fall die richtigen Ansätze.

Tyson: 1 (+)

Er war mir ein bisschen zu oberflächlich. Er dachte einfach zu oberflächlich. Aber sonst mochte ich ihn ganz gern.

Kellan: 1 +

Die mochte ich eigentlich sehr gern. Sie war taff und hatte die richtigen Ansätze und unterstützte ihre Freunde gut. Das mochte ich.

Josh Eltern: 1 –

Ich fand sie nicht ganz so gut. Sie waren etwas zu streng. Das hatten sie gar nicht nötig.

Emmas Mutter: 1 –

Sie fand ich auch nicht so gut. Sie kroch Martin viel zu sehr in den Schoß.

Sydney: 1 (-)

Ich fand sie gar nicht so schlimm. Sie störte nur. Sie war nur Mittel zum Zweck.

Ruby: 1

Sie war okay, aber kam wenig vor.

Cynthia: 1

Ich fand sie okay, aber sie kam auch wenig vor.

Anna: 1

Ich fand sie okay, aber sie kam auch nicht wirklich viel vor.

Graham: 1 –

Erst fand ich ihn nicht so sympatisch, aber am Ende ging er doch soweit.

Cody: 1 –

Er war einfach ein Schleimer, aber wenigstens konnte er ein nein soweit akzeptieren.

David: 1 (+)

Ihn mochte ich ganz gern und ich konnte ihn verstehen.

Pärchen/ Liebesgeschichte: 1 (+)

Wirklich überzeugen konnten die mich leider nicht obwohl die Idee schon gut war. Aber Emma und Josh kamen viel zu kurz. Es wurde viel zu viel Wert auf andere Dinge gelegt, die später gar nicht mehr so wichtig waren.

Tyson und Kellan fand ich wirlich süß zusammen. Die hatten was.

Erzählperspektive: 1 (+)

Die Geschichte wurde aus Josh und Emmas Sicht erzählt, was ich auch ganz gut fand, denn nur aus Emmas Sicht hätte es mich vermutlich irgendwann genervt.

Besondere Ideen: 1 +

Das war ja eigentlich die Idee mit Facebook aus der Zukunft und die Idee fand ich auch echt gut, aber die Umsetzung dazu dann doch leider etwas platt.

Rührungsfaktor: 1

Der war schon vorhanden, aber irgendwie ebbte er in der Mitte etwas ab, da mir nicht gefiel in was für eine Richtung die Geschichte ging.

Störfaktor: 1 –

Ich fand diese Zukunftsversionen von Emma und Josh passten überhaupt nicht. Das schien eher wie ihre Träume. Zumindest bei Josh. Und das wurde zu lange herausgezögert. So kamen Josh und Emma zu kurz, die ich gerade richtig gut zusammen fand. Außerdem fand ich Charkatere wie Graham und Cody überflüssig.

Auflösung: 1

Die fand ich okay, aber wie gesagt kamen Emma und Josh dabei einfach zu kurz und es wurde zu lange herausgezögert.

Fazit: 1 (+)

Ich mochte das Buch ganz gern, aber ganz überzeugen konnte es mich nicht und in der Mitte zog es sich doch ziemlich fand ich. Leider gefiel mir nicht die Richtung in die sich Josh und Emma entwickelten. Josh und Emma zusammen klappte viel besser. Man hätte einfach mehr aus dieser Idee machen können, denn den Anfang fand ich echt toll.

Bewertung; 4,5/ 5 Punkten

Mein Rat an euch:

Man kann es lesen. Es ist eine schöne Idee. Aber erwartet nicht zu viel. Kommt drauf an in welche Richtung euer Geschmack geht.

Das 2. Wort: Unendlichkeit: Eine besondere Reise

So endlich sollte auch mal das 2. Wort kommen. Ich bin einfach noch nicht dazu gekommen es abzuschreiben. Geschrieben habe ich das Ganze am 16.02.18

Eine besondere Reise

Ich saß im Unterricht. Wir schrieben das Jahr 2201. Es gab jetzt Unterrichtsfächer für Gehirnpflege, Genetik oder das biologische Abbausystem. Die Welt hatte sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Das würde sie immer tun bis zur Unendlichkeit. Egal ob es die Menschheit dann noch gab oder nicht. Wir Menschen waren nur Besucher dieser Welt. Ohne wirkliche Lebensdauer. Die Welt aber wird immer weiter existieren. Vielleicht gab es sogar irgendwann eine neue Menschheit.
Gehirnpflege. Ein durchaus interessantes Fach. Es lernte uns die Reise in unser eigenes Gehirn. Unser Bewusstsein speicherte so viele Dinge, dass es unmöglich war sich an alles zu erinnern. Die Gehirnreise ermöglichte es uns zu unseren Erinnerungen zu reisen.
Die erste Phase der Gehirnreise entsprach der Meditation oder auch Entspannung genannt. Unser Körper musste unglaublich entspannt sein um den sensibelsten Teil des Gehirns erreichen zu können. Diese Phase hatte ich nun erreicht.
Ich sah Bilder vor mir herlaufen. Ich mit Lik an der Strandbar, ich mit Lik spazieren gehend. Lik wie er mir seine Liebe gestand. Ich wusste noch genau welche Worte er dafür benutzte: „Maddie!“, hatte er gesagt. „Ich liebe dich und ich will dich.“ Ganz schlicht und einfach ohne große Worte. Ein einfaches Ich liebe dich und ich war überglücklich gewesen. So einfach war das.
Weitere solcher Bilder folgten diesen. Immer wieder Lik. Ich vermisste ihn. Es tat weh ihn so zu sehen. Ich suchte nach Hinweisen zu seinem Aufenthaltsort. Und plötzlich wusste ich es. Einfach so. Mein Unterbewusstsein hatte es mir gezeigt, doch war er so unglaublich weit entfernt von mir. Diese Sitzung hatte gar nicht so lange gedauert. Ich wurde wieder wach und hatte Tränen in den Augen.
Sofort kam Daisey zu mir. Meine beste Freundin. Sie fragte aufgeregt: „Hast du etwas herausgefunden?“
„Ja“, hauchte ich. „Er ist in der Vergangenheit im Jahr 2018.“
„Was?“, rief Daisey aus. „Wie ist er denn da hingekommen?“
„Ich habe keine Ahnung“, antwortete ich.
Auf Lik lag ein Fluch. Jedes Jahr reiste er am 5.11. in ein anderes Jahrhundert. Meine Aufgabe war es ihn wieder zu finden und zurück zu holen. Jetzt hatten wir schon den 20.12.
„Und wie kommen wir dort hin?“, fragte Daisey verwirrt.
Bisher waren wir immer in die Zukunft gerwechselt. Mit der Vergangenheit kannten wir uns nicht so aus.
„Wir hüpfen durch die Geschichten. Hauptsächlich durch die von dieser Corly“, klärte ich sie auf.
„Aber die lebte doch vor über 200 Jahren“, bemerkte Daisey. „Die erreichen wir nie.“
„2018 war sie Mitte 30“, stellte ich klar. „Wir machen eben einen sehr langen Zeitsprung.“
„Das klappt nie!“, prophezeite mir Daisey trotzdem. Die ewige Pessimistin. Insgeheim gab ich ihr Recht, aber was hatten wir denn für eine Wahl?
Also sprangen wir zunächst zurück ins Jahr 2064 und dann in einige von Corlys Geschichten. Wir sahen Landschaften, Schlösser, Ruinen, Fabelwesen und vieles mehr an uns vorbeiziehen bis wir im Jahr 2018 gelandet waren. Auch ich war jetzt Mitte 30. Noch war Februar. Corly hatte im April Geburtstag. Genau wie ich.
2018 sah seltsam aus. Keine fliegenden Autos am Himmel, keine Memos, die dich ständig anrempelten, keine Drohnen, die überall rumflogen. Außerdem war diese Welt dichter bebaut als unsere.
„Spürst du ihn?“, fragte Daisey mich.
Ich nickte. „Er ist in der Nähe.“ Tatsächlich brauchten wir ihn gar nicht zu suchen. Er hatte sich getarnt und war ein alter Freund von Corly.  Nennen wir ihn einfach mal Mr. R.
„Lik!“, sprach ich ihn an. „Endlich haben wir dich gefunden. Komm wieder mit heim.“ Er starrte in das Schaufenster eines Buchladens und sah sich die Ausgaben an. Kaum hatte er meine Stimme gehört, drehte er sich um und schenkte mir ein einnehmendes Lächeln.
„Maddie! Bist du mir wieder in die Unendlichkeit des Universums gefolgt um mich zu finden?“
„Das tue ich doch immer“, sagte ich nur. Er nickte.
„Diese Welt ist sonderbar“, teilte er mir dann mit. „Keine fliegenden Autos, keine Memos, keine Drohnen.“
„Ich weiß. Das habe ich auch schon festgestellt.“
„Sonderbar, aber faszinierend“, führte er seine Überlegungen weiter.
„Mag sein“, stimmte ich ihm zu. „Also kommst du mit nach Hause?“
„Ich würde mich gerne noch etwas umsehen“, meinte er.
„Du weißt, dass das nicht geht.“ Ich griff nach seiner Hand und kaum berührte er mich schienen wir uns durchs Universum zu drehen. Wir flogen zu dritt zurück. Ich landete im Klassenzimmer und jetzt lag Lik im einzigen Bett im Raum. Er lag an Schläuchen und Apparaten, die ihm halfen am Leben zu bleiben. Eigentlich waren wir auch in gar keinem Klassenzimmer sondern in einem Krankenhaus. Lik lag seit gut fünf Jahren im Koma, aber mein Unterbewusstsein fand die Vorstellung eines Klassenzimmers besser. Jedes Jahr am 05.11. bekamen wir von unserem Unterbewusstsein einen einzigen Tag zusammen. Manchmal auch nur ein paar Minuten und das war echt keine Dauerlösung. Mir war klar, dass Lik nicht wieder aufwachen würde. Ich musste ernsthaft darüber nachdenken ob die Geräte abgestellt werden sollten. Doch noch konnte ich den Gedanken nicht ertragen. Lik hatte einen Unfall gehabt und seitdem war er mir genommen worden. Das tat verdammt weh. Ich musste mich von ihm lösen.
Ein Jahr noch, sagte ich mir. Ein weiteres Jahr. Ich wollte ihn noch einmal wiedersehen. Einen richtigen Abschied. Dann würde ich ihn loslassen. In meinem Herzen würde er in Ewigkeit sein.

Ende

Diese Geschichte ist etwas anders als die anderen. Sie ist mit ein paar persönlichen Dingen verbunden. Ein Misch aus Realität und Fantasy. Ich bin selbst überrascht wie sich das verselbstständigt hat. Ich wollte vor allem was mit Bewusstsein und Unterbewusstsein haben.

Was sagt ihr dazu?

Das alte Herrenhaus Teil 11

Den nächsten Herrenhausteil habe ich schon vor einer Weile geschrieben. Ich bin nur noch nicht dazu gekommen ihn abzuschreiben.

Hier kommt ihr zu den Vorgängerteilen: Klick

Was zuletzt geschah:

Moritz Freund Richard hatte eine Zeitmaschine gebaut, die Luisa in ihre Zeit zurück bringen konnte.Luisa ist in ihre Zeit gereist, aber Moritz folgte ihr.

Das alte Herrenhaus Teil 11

Geschockt sah ich mich zu Moritz um: „Was tust du hier?“
„Ich hatte erwartet, dass du dich freust mich zu sehen“, beklagte er sich. „Glaubst du, ich lasse dich einfach so gehen, ohne mich zu verabschieden?“
Ich stöhnte. „Was soll ich denn jetzt mit dir machen?“
„Keine Ahnung.“ Er sah sich verwirrt um. „Ziemlich laut hier.“
„Daran wirst du dich gewöhnen müssen“, riet ich ihm. „Komm, wir müssen auf dem schnellsten Weg zu meiner Wohnung. Wir laufen rum wie auf einem Kostümball.“
Ich zog Moritz mit mir und wir überquerten die Straßen, wobei er jedes mal verschreckt zusammen zuckte, wenn Autos vorbeifuhren.
„Was sind denn das für Dinger?“, fragte er entsetzt.
„Das sind Fahrzeuge wie eure Kutschen, nur weiter entwickelt“, erklärte ich.
Wir wurden in unseren Kostümen mehr als einmal seltsam angeschaut. Moritz sah sich um, wie ein fünfjähriger, der eine neue Welt entdeckte. Ich musste aufpassen, dass er nicht stehen blieb und versehentlich überfahren wurde.
„Was tragen die Leute hier denn für komische Kleidung?“, wollte er nun wissen.
„Im Moment sind wir es, die komische Kleidung tragen“, klärte ich ihn auf und zog ihn weiter. Ich war froh als wir in meiner Wohnung angekommen waren und dass ich meine Schlüssel dabei hatte und nicht in der Vergangenheit gelassen hatte. Ich schloss auf und schob Moritz hinein. Auch hier sah er sich wie ein kleines Kind um. Ich hoffte er ließ meine Wohnung heil.
Ich war froh, dass ich hier mein Handy wieder benutzen konnte. Ich schaltete es an und gab mein Passwort ein. Als ich gerade eine Handynummer eingeben wollte kam Moritz zu mir und stupste das Displey an. „Das Ding blinkt ja.“
„Es funktioniert ja auch wieder“, entgegnete ich nur augenrollend. Bevor ich jetzt die Nummer eintippen konnte schlang er seine Arme um mich und drehte mich zu sich um. „Wenigstens du bist normal.“ Dann küsste er mich heftig. Als ich mich wieder atemlos von ihm trennte lehnte er seinen Kopf an meinen.
„Moritz, ich muss dringend telefonieren, bitte.“ Wiederwillig löste ich mich von ihm.
Ich rief Colin an. Einen Freund von mir. Ich bestellte ihn zu mir. Er musste mir helfen. Außerdem konnte er Moritz was zum Anziehen leihen. Ich bat ihn etwas mitzubringen. Er fragte nicht nach.
„Moritz, ich geh mal kurz in mein Zimmer und ziehe mich um. Fass am besten nichts an und setzt dich aufs Sofa. Wenne es klingelt geh an die Tür“, wies ich ihn an.
„Klingelt?“, fragte er verständnislos und ich seufzte.
„Wirst du schon merken.“
Dann verließ ich ihn kurz um mich umzuziehen. Es war schön wieder in meiner eigenen Wohnung und meinen eigenen Welt zu sein. Nachdem ich das Kleid in eine Jeans und einen Pullover getauscht hatte ging ich zurück ins Wohnzimmer. Moritz hatte mein Bücherregal benutz und begutachtete gerade meine Bücher. Ich lächelte, ging zu ihm und legte ihm eine Hand auf seinen Arm.
„Ich hatte nicht erwartet hier eine Bibliothek vorzufinden“, bemerkte er staunend.
„Tja, ich stecke voller Überraschungen“, meinte ich lächelnd.
Als wir uns gerade wieder näherkamen klingelte es. Moirtz schrak zusammen.
„Das ist klingeln“, erklärte ich und ging zur Tür. Ich öffnete sie und Colin sah mich erwartungsvoll an. „Du hast was von Notfall gesagt.“
„Komm rein.“ Und schon zog ich ihn ins Wohnzimmer. Colin entdeckte Moritz sofort. Die beiden musterten sich kritisch.
„Wen hast du denn da abgeschleppt? Einen englischen Soldat?“, fragte Colin und musste sein Grinsen verbergen.
„Ich bin nicht aus England und ich habe sie auch nicht abgeschleppt“, protestierte Moritz sofort. „Wer ist das?“
„Schon gut, Moritz. Colin ist ein Freund von mir. Er wird dir helfen. Er hat ein paar Sachen für dich mitgebracht“, beruhigte ich ihn.
„Sachen?“, fragte dieser nur skeptisch.
„Eine Hose, Boxershorts, einen Pullover“, erklärte Colin ihm und zog de Sachen nacheinander aus seinem Rucksack. Dann reichte er ihm die Kleidung. Moritz sah ihn nur verdutzt an.
„Könntest du die Sachen anziehen?“, fragte ich und führte ihn in mein Zimmer.
„Wie?“, fragte er nur.
„Du schaffst das schon. Hosen trägst du nicht zum ersten mal, oder?“
Er nickte verwirrt vor sich hin und ich ließ ihn allein. Dann ging ich zu Colin zurück.
„Mal im Ernst, Luisa. Wo hast du den denn aufgegabelt?“ Skeptisch sah er mich an.
„Du würdest mir eh nicht glauben“, befürchtete ich.
Er hatte mich längst auf meiner Couch niedergelassen und forderte mich auf: „Versuch es!“
Und dann erzählte ich ihm alles. Von meiner Reise in die Vergangenheit, von Moritz. Einfach alles. Colin warf mir wie erwartet einen skeptischen Blick zu. „Du weißt wie verrückt das klingt, oder?“
„Ja, ich weiß“, seufzte ich nur. War ja klar.
Colin nickte und stellte dann nur fest: „Wenn es stimmt, was du sagst, hast du ein ernsthaftes Problem. “
„Ich weiß“, wiederholte ich nur.
„Okay, mal angenommen ich glaube dir. Dann könnte ich dir helfen.“
Ich seufzte erleichtert. Das hatte ich gehofft. Doch bevor wir das weiter besprechen konnten kam Moritz ins Wohnzimmer und mir stockte der Atem. Die Jeans hing ihm tief in die Hüften, er trug keine Schuhe und er hatte das T-Shirt verkehrt herum angezogen, aber in Colins Outfit sah er einfach zum Anbeißen aus. Wir sahen uns einige Augenblicke einfach nur an und hielten einander mit Blicken fest. Ich war sprachlos und er lächelte schief. Mein Atem ging gleich ein paar Takte höher.
Colin musterte ihn erstmal. „Das reicht fürs Erste, aber wir müssen dringend was mit deinen Haaren anstellen. So kannst du nicht rumlaufen.“
Wie gut, dass Colin seine erste Ausbildung als Friseur gemacht hatte. Gerade war er mitten in der zweiten Ausbildung. Moritz konnte sich auf was gefasst machen.

Fortsetzung folgt …

Juhu, endlich bin ich fertig mit dem Teil. Was sagt ihr so dazu? Mal sehen wie es weiter geht.

Das alte Herrenhaus Teil 7

Uff, ich kümmere mich erst mal um mein Herrenhaus. Der letzte Teil ist schon wieder etwas her.

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Ihr erinnert euch noch?

Letztes mal waren Moritz und Louisa morgens in der Küche und haben gefrühstückt und sich darüber unterhalten ob Moritz mit in ihre Welt kann oder nicht. Jetzt wollen sie Moritz Freund besuchen und ihn um Rat fragen ob es einen Weg gibt Louisa zurück in ihre Zeit zu schicken.

Das alte Herrenhaus (Teil 7)

Die Fahrt zu Moritz Freund war nicht sehr lang. Ich war nervös. Was, wenn er keine Lösung fand? Musste ich dann für immer hier bleiben? Was würde dann aus meinem Leben zu Hause werden? Konnte ich damit leben?
Die Kutschfahrt bekam mir besser als am Abend zuvor. Diesmal wurde mir nicht schlecht. Auch der Gestank war in dieser Gegend nicht so schlimm oder ich gewöhnte mich langsam daran.
Dann standen wir plötzlich vor einem alten Haus, dass eher an eine Bruchbude erinnerte. Ganz anders als Moritz schönes Herrenhaus.
„Da wären wir“, klärte Moritz mich auf und die Kutsche hielt an.
Ich schwieg und wir stiegen aus in den Matsch. Das war nicht gut für meine Schuhe. Betroffen sah Moritz mich an und murmelte eine Entschuldigung.
„Schon in Ordnung“, winkte ich ab und wir klopften an die schäbige Haustür.
Es dauerte eine Weile bis ein schlanker Mann mit Perrücke uns öffnete. Er stank ein wenig.
Er setzte ein Lächeln auf, als er Moritz erkannte. „Hallo, Moritz mein Freund. Wie gehts dir?“
„Ganz gut soweit. Wir brauchen deine Hilfe“, antwortete Moritz ohne sich mit weiteren Höflichkeiten aufzuhalten.
„Wir?“, fragte er verwirrt und entdeckte dann mich. „Oh, hallo.“
„Darf ich vorstellen? Das ist eine Freundin von mir. Louisa.“ Moritz wirkte plötzlich seltsam nervös.
„Ich bin nicht ganz sicher, was du jetzt von mir möchtest“, gestand er und sah zwischen Moritz und mir hin und her.
„Können wir das bitte drinnen besprechen?“, bat Moritz ihn.
„Na klar. Kommt rein.“ Und schon führte er uns in sein Haus. Es sah von innen nicht viel besser aus als von außen. Allerdings sah der Wohnbereich ganz gemütlich aus. Zumindest gab es Sitzplätze. Also setzten wir uns und er bot uns eine Art Tee an. Ich probierte und vermutete irgendwas mit Wurzeln.
„Also, Moritz? Erzählst du mir jetzt was los ist?“, fragte der Typ erneut.
„Es geht um Zeitreisen“, begann Moritz vorsichtig. Vermutlich wollt er erst mal seine Reaktion abschätzen.
„Zeitreisen? Wie meinst du das?“, fragte er verwirrt.
„Ich komme aus der Zukunft“, erklärte ich geradeheraus. Moritz seufzte nur.
Moritz Freund lachte erst mal ausgiebig vor sich hin. „Moritz, ich bin zwar verrückt, aber so verrückt auch wieder nicht.“
„Sie sagt die Wahrheit“, sagte Moritz ernst. Sie stand plötzlich vor meinem Herrenhaus. Einfach so. Vorher war sie nicht dagewesen.“
Er sah wieder zwischen mir und Moritz hin und her und wusste offenbar nicht genau, was er sagen sollte. Schließlich fragte er. „Okay, mal angenommen, ich würde euch glauben. Was wollt ihr von mir?“
„Wir hatten gehofft, dass du eine Möglichkeit findest sie wieder zurück zu schicken“, erklärte Moritz ihm ernst.
„Ich? Wieso ausgerechnet ich?“ Jetzt sah er uns wirklich erstaunt an.
„Na, du bist doch der Erfinder, Richard. Du hast doch immer so viele verrückte Ideen.“ Jetzt wirkte Moritz wirklich überrascht.
„Aber doch keine Zeitmaschinen oder sowas. Soweit sind unsere Möglichkeiten noch lange nicht entwickelt. Auch wenn es toll wäre zu fliegen. Die Welt zu erkunden.“ Richard klang wirklich träumerisch.
„Aber du könntest es doch versuchen?“, fragte Moritz hoffnungsvoll. Ich wusste es zu schätzen, dass er sich so für mich ins Zeug legte. Ich wusste ja, dass er es nicht für sich selbst tat.
Schließlich gab sich Moritz Freund einen Ruck und fragte mich: „Wie bist du denn in unsere Zeit gekommen?“
„Ich bin gelaufen. Ich war im Park und bin gelaufen und dann stand ich plötzlich vor einem alten Herrenhaus, dass vorher nicht da war“, erzählte ich kurz und knapp.
„Vermutlich müsstest du dann auch wieder am Herrenhaus irgendwie nach Hause kommen“, überlegte er.
„Und wie?“, fragte ich verwirrt. Ich hatte wirklich keine Idee wie das funktionieren sollte.
„An was hast du denn gedacht, bevor du vor dem Herrenhaus standest?“, wollte er wissen.
„Ich hatte mein Handy in der Hand und habe im Internet über ein Thema für ein Referat zu tun hatte, was mit der Vergangenheit zu tun hatte“, erinnerte ich mich.
„Du machst während des Laufens noch was anderes?“, wollte Moritz verblüfft wissen“, während Richard fragte: „Wer oder was ist ein Handy.“
Ich antwortete auf keine der Fragen, denn Moritz beantwortete die zweite für mich: „Das ist ein technisches Gerät. Eine Erfindung, die weit weg von diesem Jahrhundert ist.“
„Das stimmt“, gab ich nur meinen Senf dazu.
„Kann ich dieses Handyding mal sehen?“, fragte Richard und klang dabei vor allem neugierig.
„Wieso?“, wollte ich misstrauisch wissen. „Es funktioniert in dieser Welt nicht.“
„Mag, sein. Aber vielleicht kann ich damit was anfangen. Ich muss aber erst damit arbeiten.“
Ich war unschlüssig. Nur ungern gab ich meine einzige Verbindung zu meiner Zeit her.
Doch Moritz nah mir die Entscheidung ab: „Gib es ihm. Du willst doch in deine Zeit zurückkehren, oder? Wenn jemand das schafft hinzukriegen, dann Richard.“
Wiederstrebend gab ich Moritz seltsamen Freund mein Handy.
„Kommt in zwei Tagen wieder“, riet Richard uns. „Vielleicht weiß ich dann schon mehr.“ Er tat so geheimnisvoll.
„Na komm. Lassen wir den Mann seine Arbeit machen. Vielen Dank, Richard.“ Moritz stand auf und ich tat es ihm nach.
„Gerne. Ich helfe immer gern, wenn ich kann.“ Er schenkte mir ein anzügliches Lächeln und dann verließen wir Richards seltsame Hütte. Ohne mein Handy fühlte ich mich leer.
„Das wird schon“, versuchte Moritz mich aufzuheitern, sobald wir das Haus verlassen hatten.

Fortsetzung folgt …

Und, was sagt ihr zu diesem Teil?

Story – Samstag 8: Träume von der Zukunft

Bevor es mit meinen Jahresrückblicken weiter geht widme ich mich erst mal dem Story-Samstag. Da sollen wir ja was über Vorsätze schreiben. Mal sehen was mir so einfällt.

Träume von der  Zukunft

Die drei Kinder Julian, Tya, Kim und Luke waren die allerbesten Freunde. Sie waren erst acht Jahre alt, aber jedes Jahr zu Silvester sahen sie sich Dinner for one an und überlegten was sie nächstes Jahr so alles machen wollten. Dieses Jahr war das allerdings ein wenig anders. Dieses Jahr  nahmen sie sich vor wie sie sein wollten, wenn sie groß waren.
Julian erklärte seinen Freunden: „Ich möchte mal Astronaut werden und mit dem Raumschiff ins All fliegen.“
Tya fand das albern, erklärte aber: „Ich möchte Autorin werden und mein eigenes Buch schreiben.“
„Worum soll es gehen?“, wollte Kim neugierig wissen, die den Vorsatz toll fand.
„Um uns und unsere magischen Abenteuer“, erklärte Tya voller Überzeugung.
„Klingt gut“, fand Kim und die Jungs verdrehten die Augen.
„Und was ist mit dir Kim?“, fragte Julian nun.
Kim war zwar erst acht Jahre alt fand aber Liebesgeschichten richtig romantisch. Deswegen antwortete sie: „Ich möchte verliebt sein.“
Die Jungs schüttelten nur mit dem Kopf. Wie albern!
„Und ich möchte auf jeden Fall Polizist werden und ein eigenes Haus haben“, erklärte Luke stolz. Das wunderte die Freunde nicht, denn Lukes Vater war Polizist und mit acht fand man diesen Beruf sowieso oft cool.
„Ich wette, wenn wir in zehn Jahren auf unsere Wünsche zurückblicken lachen wir darüber“, bemerkte Tya nachdenklich. „Ich glaub Erwachsene denken nicht wie wir.“
„Vielleicht sollten wir unsere Wünsche aufschreiben“, überlegte Julian nun.
Gesagt, getan. Sie schrieben ihre Wünsche auf und verstauten sie in eine Kiste. Julian packte sie in seinem Zimmer in ein loses Dielenbrett. Nun warteten sie auf das Feuerwerk, dass sie an Silvster besonders liebten.

10 Jahre später:

Kim ging mit Tya zusammen über die grüne Wiese. Es war Sommer und hier war ihr Lieblingsplatz. Sie trafen sich hier immer mit Julian und Luke. Ihre Eltern hatten sich mittlerweile heftig gestritten, doch die vier Freunde von früher waren nach wie vor unzertrennlich. Sie wohnten jetzt nicht mehr bei ihren Eltern sondern im Studentenwohnheim in einer größeren Stadt. Tya studierte Germanistik, Julian etwas technisches (die genaue Bezeichnung konnte sie sich nie merken) und Luke ging wie zu erwarten gewesen war auf die Polizeiakademie.
Kim selbst beobachtete gerade Julian wie er zu ihrer Wiese geschlendert kam. Er hatte den Kinderspeck abgelegt, den er mit acht Jahren noch hatte, und sehr drahtig geworden. Er sah gut aus mit seinen blonden Haaren, den grünen Augen und dem sanften Gesicht. Er trug lässige Jeans und ein blaues T-Shirt. Kim hatte Julian schon immer am liebsten gemocht, aber in den letzten Jahren hatte sich etwas verändert. Ihre Gefühle für ihn waren tiefer geworden. Für Julian war sie aber offenbar nach wie vor nur eine gute Freundin gewesen.
Als auch Luke schließlich eingetroffen war holte Julian eine alte Kiste aus seinem Rucksack.
„Du hast sie immer noch?“, staunte Kim.
„Klar!“, nickte Julian stolz. Er wirkte fast wieder wie ein Kind. Das hatte sie schon öfter bemerkt.
„Das ist doch albern“, fand Luke augenrollend. „Da waren wir acht.“
„Ich find es spannend. Mach sie auf“, forderte Tya Julian aufgeregt auf.
Julian öffnete die Dose und hielt den ersten Zettel hoch. Er gehörte ihm selbst. „Oh, ich wollte Astronaud werden. Hat wohl eher nicht geklappt.“ Er klang ein bisschen traurig, was mir leid tat, doch dann hellte sich sein Blick wieder auf. „Aber ich bin zufrieden mit dem, was ich bisher erreicht habe.“
Dann zog er Tyas Zettel raus und meinte: „Hm, Autorin bist du noch nicht.“
„Es dauert halt nur etwas länger, aber ich habe schon viel geschrieben und auch über Elfen“, hielt sie dagegen. Tya hatte wirklich schon viel geschrieben und ich hatte viel davon gelesen. Es waren gute fantastische Geschichten, die sie da schrieb.
„Tja, Lukes Zettel brauchen wir wohl gar nicht öffnen“, verkündete Julian dann. „Wir wissen alle, dass er der Überflieger in der Akademie ist und sein Ziel fast erreicht hat. Wir sind stolz auf dich, Luke.“
„Ich auch auf mich“, nickte er grinsend. Luke war schon immer besonders selbstbewusst gewesen.
„Und Kim?“ Julian sah mir tief in die Augen und mein Herz schlug mir bis zum Hals. „An deinen Wunsch kann ich mich noch genau erinnern.“
Kim wünschte, er würde sie nicht so intensiv ansehen, aber wenigstens las er ihren albernen Wunsch nicht laut vor. Stattdessen fragte er etwas viel heikleres: „Hat es geklappt?“
„Ich weiß nicht genau“, stammelte sie verlegen, konnte den Blick aber nicht von ihm wenden. Um seinen Mund herum bildete sich sein süßes Lächeln. Er wirkte als könnte er ihr bis in die Seele blicken.
„Wir werden sehen“, murmelte er und packte die Zettel wieder in die Dose. „Fasznierende Sache diese Vorsätze. Das war damals eine gute Idee es aufzuschreiben.“
„Aber was hat es denn gebracht?“, fragte Luke. „Auch ohne diese Vorsätze wäre etwas aus uns geworden.
„Ja, aber vielleicht wären sie in eine andere Richtung gegangen“, hielt Julien dagegen.
Daraufhin schwiegen wir und meine Gedanken drifteten ab. Diese Wiese hatte schon immer eine besondere Anziehungskraft auf uns gehabt. Sie lag ausserhalb der Stadt und es wirkte fast ländlich. Sie erinnerte uns an unsere Heimat. Während ich noch darüber nachdachte veränderte sich plötzlich etwas. Die Wiese schimmerte und mit ihr Julian und ich und ehe wir uns versahen waren unsere Freunde weg und es waren nur noch wir beide übrig.
„Was ist passiert?“, fragte ich Julian verwirrt, der genauso gelassen aussah wie vorher.
„Du würdest es mir sowieso nicht glauben, wenn ich es dir erklären würde“, sagte Julian nur und klang fast traurig.
„Julian …“ Ich ließ seinen Namen in der Luft klingen. Er wusste doch, dass er mir vertrauen konnte, oder? „Wieso sollte ich dir nicht glauben? Wie lange sind wir jetzt miteinander befreundet? Du weißt, dass ich dir glaube.“
„Na gut …“ Zögernd begann er zu erzählen. „Kannst du dich noch daran erinnern, dass ich mir mit acht Jahren gewünscht habe Astronaut zu werden? Ich habe es gerade vorgelesen.“
„Natürlich erinnere ich mich“, erwiederte ich augenrollend. „Es hat nicht geklappt.“
„Na ja, eigentlich hat es geklappt. Nur anders als ich es mir vorgestellt hatte“, gab er verlegen zu.
„Wie meinst du das?“, fragte ich leicht verwirrt.
„Ich war auf dem Mond, aber nicht als Astronaut. Ich … Ich wurde dort hingebeamt“, erklärte er mir.
„Julian …?“, fragte ich leicht zögernd und verwirrt. Was meinte er damit bloß. Etwas ratlos sah ich ihn an.
„Es stimmt, was ich sah. Ich war auf dem Mond. Es ist mehr oder weniger meine Heimat. Ich bin ein Mondkind, aber mit drei Jahren zu den Menschen auf die Erde geschickt worden. Heute bin ich ihr Botschafter. Ich weiß, es hört sich verrückt an, aber so ist es. Der Mond ist wunderschön. Von dort aus sieht man die Sterne viel besser.“ Verträumt und hoffnungsvoll sah er mich an. Ich wagte nicht irgendetwas zu sagen. Ich wollte ihn nicht verletzen, aber es fiel mir schwer das zu glauben.
„Du hast doch eben gesehen, was mit der Wiese und unseren Freunden passiert ist, oder?“, fragte Julian mich nun. Offenbar bemerkte er, dass ich ihm nicht glaubte.
„Ja“, hauchte ich unsicher.
„Das war ich. Das ist Mondmagie. Meine Magie. Guck, ich zeig dir was.“ Plötzlich strahlte er und dann zeigte er mir seine Magie tatsächlich. Ein wunderschöner Schmetterling kam wie aus dem Nichts auf seine Hand. Er war sehr bunt. Er blieb ungewöhnlich still und schimmerte leicht.
„Ein Mondflügel“, erklärte Julian und setzte das kleine Tier auf meine Hand. Staunend sah ich ihn an. Dann drang erst durch, was er zu mir gesagt hatte.
„Du warst wirklich auf dem Mond?“, fragte ich ihn.
„Ja“, nickte er. „Und so weit von dir entfernt ist mir etwas klar geworden.“
„Was denn?“, fragte ich neugierig.
„Ich möchte nicht mehr ohne dich sein“, erklärte er mir.
Das erstaunte mich wirklich. Damit hatte ich gar nicht gerechnet, aber bevor ich seine Worte realisieren konnte war er mir schon so nah, dass sein Gesicht meines fast berührte. Dann lagen seine Lippen auf meinen und er küsste mich. Und wie. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Konnte das wirklich wahr sein. Aber als er sich leicht von mir löste lächelte er mich glücklich an und ich schmiegte sich in seine Arme.
„Julian …“ Mehr brachte ich nicht zustande.
Er hielt mich ganz fest und meinte: „Dein Vorsatz sollte doch auch erfüllt werden und ich bin froh, dass ich dir das ermöglichen kann.“
„Julian …“, wiederholte ich und schmiegte mich in seine Arme. „Seit wann weißt du, dass ich so für dich empfinde?“
„Eine Weile“, sagte er wage und dann genossen wir einfach unsere Zweisamkeit. Die Frage war nur wann er auf dem Mond gewesen war und wann er seine Magie entdeckt hatte und natürlich seine Gefühle für mich. Da waren noch so viele Fragen offen, auf die ich gerne eine Antwort hätte, aber das hatte Zeit. Im Moment waren nur Julian und ich wichtig.

Ui, das ist jetzt wirklich lang geworden, aber ich wollte es vermeiden schon wieder einen Mehrteiler zu schreiben. Ich hoffe die Länge stört euch nicht. Ich mag die Idee ja irgendwie. Julian und Kim find ich süß zusammen. Hach, hätte schon wieder Potential für eine Fortsetzung, aber nein. Da ist noch viel zu viel offen.

Was sagt ihr zu meiner Geschichte?

Corlys Themenwoche 19.7.: Zukunft: Dartiert ihr Beiträge auch vor?

Heute bin ich wieder da. Ich hab jetzt ganz viele Beiträge vordartiert und darum soll es auch heute noch gehen. Worum es nächste Woche geht muss ich mir dann erst noch überlegen.

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Dartiert ihr Beiträge auch mal vor, wenn ihr nicht da seit?

Ich ja schon. Da kann man auch bloggen, wenn man nicht da ist. Ich mach es aber auch teilweise, wenn ich da bin und nur den ganzen Tag unterwegs bin oder so und mach das mal ganz gern. Ist einfach praktisch.

 

Und ihr so?