Jennifer Niven – All die verdammt perfekten Tage

„Lass mich aus der Sache raus“ wiegele ich ab.
Brenda schüttelt den Kopf. „Nein, ich meins ernst. Gentlemen sind selten. Sie sind wie Jungfrauen oder Kobolde. Wenn ich jemals heirate, dann nur einen von ihnen.“
Ich kann es mir einfach nicht verkneifen. „Eine Jungfrau oder ein Kobold?“ Sie boxt mir gegen den Arm.

Story: 1 –

Violet und Finch lernen sich bei einem Selbstmordversuch an der Schule kennen. Beide wollten es eigentlich nicht. Finch rettet Violet und dann beginnt eine eher ungewöhnliche Freundschaft.

Eigene Zusammenfassung

Charkatere: 1 (-)

Finch: 1

Eigentlich mochte ich ihn sehr gern, aber manchmal war er wieder so seltsam, dass ich wenig mit ihm anfangen konnte. Er hatte viele gute Ansätze und das Herz am rechten Fleck, aber manchmal konnte ich seinen Gedankensträngen kaum folgen. Gerade am Ende habe ich ihn halt auch nicht so richtig verstanden.

Violet: 1 –

Mit der wurde ich nicht wirklich warm. Auch sie hatte gute Ansätze, aber ihr Verhalten gerade auch gegenüber Finch fand ich viel zu oft absolut unpassend und sogar gemein. Sie achtete viel lieber auf ihr Image als auf das, was ihr wichtig ist. Ich konnte ihre ihre Gefühle zu ihm auch nicht immer abkaufen.

Kate: 1 (-)

Auch mit Finch Schwester wurde ich nicht ganz warm. Man merkte schon, dass sie ihren Bruder mochte, aber ich fand sie oft einfach merkwürdig.

Decca: 1 +

Die fand ich ganz süß und sie tat mir oft leid. Aber sie hatte wenigstens noch was.

Finch Mutter: 1 –

Mit der wurde ich auch nicht warm. Sie war total überfordert und setzte sich überhaupt nicht für ihre Kinder ein. Dabei waren ihre Kinder sogar eigentlich recht selbstständig. Und dass es solche Familien halt gibt reicht mir als Begründung nicht. Sie war eigentlich ne nette, aber nicht wirklich anwesend. So wirklich verstanden hab ich sie nicht.

Finch Vater: 5

Der war richtig furchtbar und ich hab ihn wirklich nicht verstanden. Wenn ihm seine Kinder eh egal waren, wieos mussten sie dann noch zu ihm? Am schlimmsten fand ich wie er mit ihnen umging. Besonders mit Finch. Als wären sie nichts wert. Der ging einfach gar nicht. Seine Reaktion am Ende konnte ich ihm dann auch nicht mehr abkaufen. Das wirkte falsch.

Violets Eltern: 1 –

Ich fand sie überfürsorglich, auch wenn sie behaupteten, dass sie es nicht seien. Aber sie kontrollierten sie ja geradezu. Erst darf sie recht viel machen und wenn sie dann nicht mehr das brave Mädchen ist wird sie stark eingeschrenkt und ihr wird plötzlich verboten, was sie gerne macht. Solche Eltern mag ich nicht.

Roamer: 3 –

Der war mir echt unsympatisch. Ich fand es auch unmöglich, dass er Finch Gedanken rumerzählte, die er ihm anvertraut hatte, und ihn dann total mit der kalten Schulter begenete. Sympatisch war er mir nicht.

Ryan: 1 –

Der war mir auch nicht gerade sympatisch. Ich fand es ätzend wie er Anspruch auf sie erhob. Und seinen plötzlichen Sinneswandel konnte ich ihm auch nicht abkaufen. Was meine Meinung später auch irgendwie bestätigte.

Amanda: 1 –

Sie war ganz okay, aber trotzdem war sie mir nicht sonderlich sympatisch. Viel zu oberflächlich und ich fand man konnte ihr auch nicht trauen. Später gewann sie noch etwas tiefe, aber mir war das trotzdem zu oberflächlich.

Andere Freunde: 1 –

Die waren mir überwiegend unsympatisch und zu oberflächlich. Viele Namen hab ich auch einfach wieder vergessen.

Charly: 1

Er war schon okay und es war gut, dass er Finch gut zuredete, aber manchmal wirkte auch er zu oberflächlich.

Brenda: 1

Manchmal fand ich sie echt seltsam und ich fragte mich oft auf wessen Seite sie eigentlich stand und ob sie überhaupt wirklich mit Finch befreundet war.

Finch Psychologe: 1

Den fand ich noch recht sympatisch. Schade, dass Finch ihm nicht mehr anvertraut hat. Er hätte ihm vielleicht helfen können.

Lehrer: 1 –

Die meisten waren recht passiv und nicht sonderlich hilfreich. Wirklich sympatisch waren sie mir nicht.

Hier fand ich noch blöd, dass jeder mit Vor- und Zuname genannt wurde. Oft sogar immer wieder. Das find ich immer unnötig. Das mag ich ja nicht so. An die meisten Namen kann ich mich nicht mal mehr erinnern, weil es so viele waren.

Pärchen/Liebesgeschichte: 1 –

Das konnte mich leider nicht so überzeugen. Teilweise fand ich Violet und Finch sehr süß zusammen, aber besonders Violet fand ich in diesem Punkt nicht so gut, weil sie oft abstritt überhaupt was mit ihm zu tun zu haben. Das gefiel mir nicht so und konnte mich nicht überzeugen. Viel zu oft war mir diese Beziehung viel zu oberflächlich.

Erzählperspektive: 1 –

Die Geschichte wurde abwechseld von Violet und Finch erzählt, was ich auch ganz gut fand. Aber wirklich überzeugen konnten mich die Charaktere nicht. Ausserdem fand ich die Ausdrucksweise oft einfach furchtbar.

Besondere Ideen: 1 +

Das waren definitiv die Orte, die besucht wurden. Die hatten viel zu bieten. Teilweise hätte ich auch gesagt, dass es Finch selbst war, aber manchmal konnte er mich doch ganz überzeugen. Was ich aber auch teilweise besonders fand war, dass das Thema Selbstmord teilweise (besonders am Anfang) mit Humor genommen wurde. Allerdings fand ich das irgendwann auch einfach zu viel des Guten. Am meisten Pluspunkte konnten bei mir definitiv diese Orte sammeln. Besonders die Achterbahn hat mir gut gefallen.

Rührungsfaktor: 1

Der war schon vorhanden. Besonders am Anfang. Aber je weiter die Geschichte fortschritt desto mehr blieb das leider aus.

Parralelen: 1 –

Irgendwie musste ich hier an Eleanor & Park denken. Auch wenn mir das wesentlich unsympatischer war. Aber auch die Charaktere lebten in schwierigen Familienverhältnissen und fanden sich dann. Und beide Bücher wirkten eher depressiv gehalten. Mein Ding ist das ja eher nicht so.

Störfaktor: 1 –

Leider zu viel. Einmal war das Violet und wie sie sich besonders Finch gegenüber eine ganze Weile verhielt. Defintiv waren das auch Violet und Finchs Umfeld. Besonders ihre Freunde. Manchmal war es mir auch einfach zu merkwürdig und anders. Manchmal konnte ich Finchs Gedanken nicht ganz folgen.

Auflösung: 1 –

Wirklich überzeugen konnte es mich nicht. Ich hätte  mir etwas mehr Hoffnung in der Auflösung gewünscht. So konnte ich am Ende noch weniger mitfiebern und das Ende zog sich recht. Es passte irgendwie zum Buch, war aber nicht meins. Ich hatte es auch eher etwas anders erwartet.

Fazit: 1 –

Es wurde ja sehr gehypt, aber ich kann es überwiegend mit der Umsetzung nicht ganz nachvollziehen. Es gab einige richtig gute Szenen und die besuchten Orte fand ich wirklich gut und außergewöhnlich, aber das wurde meist von unsympatischen Szenen wieder überschattet. Außerdem sagten mir fast alle Charaktere überhaupt nicht zu und viele fand ich richtig unsympatisch. Auch dieser Erzählstil war nicht ganz meins. Teilweise wirkte er zu abehakt und außerdem fand ich die Ausdrucksweise der Personen oft überhaupt nicht gut. Es gab wirklich gute Ideen, nur an der Umsetzung haperte es mir oft. Wirklich warm wurde ich mit der Geschichte nicht.

Bewertung: 3,5/5 Punkten

Mein Rat an euch:

Tja, was soll ich euch raten? Erwartet jedenfalls keine perfekten Tage wie der Titel verspricht. Die hab ich hier nicht gefunden. Orte und Situationen vielleicht, aber keine ganzen Tage. Der englische Titel passt da viel besser. Sonst ist es recht düster, was ich so nicht erwartet hätte. Es ist teilweise lustig, aber wer was wirklich lustiges erwartet, sollte hiervon lieber die Finger lassen. Es ist doch eher ernster und  depressiver und das fast durchgehend. Erwartet auch keine besonderen Szenen oder Gefühle in Sachen Liebe. Besonders nicht viel Tiefe. Denn die hat mir oft gefehlt.

Leseempfehlung: 3,5/5 Punkten

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2 Gedanken zu “Jennifer Niven – All die verdammt perfekten Tage

    • Dankeschön. Ja, ich hab seit letzten Jahr diesen Aufbau der Rezi. Und da mir Protagonisten sehr wichtig sind möchte ich sie auch einzeln unter die Lupe nehmen. Ja, stimmt. Die Bewertung ist gleich bzw. recht ähnlich.

      Danke.

      LG Corly

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