Writing Friday 01.12.21 Entführt ins Weihnachtsdorf Teil 1

Heute gibts wieder einen Writing Friday und ich bin mit dabei. Wieder mit einer Fortsetzung. Gut, es ist nicht Freitag, aber ich versuche die Aufgaben nachzuholen und bis zum 24. immer Geschichten zu schreiben. Ob das jeden Tag funktioniert und alles aus dieser Welt ist weiß ich noch nicht, aber ein paar Teile hab ich schon zusammen. Also viel Spass.

  • Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfliessen: blutig, ängstlich, Konfetti, Kürbissuppe, Ohnmacht

Es war Oktober und die Zeit des Winters war gekommen. Zumindest für uns. Der erste Schnee war da. Ich ging im Wald spazieren und genoss die klare Winterluft. Der Schnee knisterte unter meinen Füßen und ich liebte diese Zeit. Ich ging eine ganze Weile spazieren, tief in den Wald hinein. Die ganze winterliche Pracht lag vor mir. Es war ruhig. So ruhig.
Doch dann stolperte ich und verletzte mich an einem Ast. Mein Finger wurde blutig. Ich leckte meinen Finger ab und ärgerte mich, dass ich kein Pflaster dabei hatte. Aber es war keine schlimme Wunde. Also ging ich einfach weiter.
Doch bei dem Schnee sah alles gleich auch. Ich hatte das Gefühl mich zum ersten mal in meinem Leben hier verlaufen zu haben. Das sah nicht gut für mich aus. Ich war nicht besonders ängstlich, aber gerade bekam ich etwas Panik. Das machte mir mehr Angst als alles andere:
Ich lief eine Weile ziellos umher. Aber ich hatte das Gefühl eher tiefer in den Wald zu geraten. Wie kam ich hier bloß wieder raus?
Plötzlich kam ich zu einer Lichtung. Etwas kam mir hier seltsam vor. Ein Leuchten kam aus den Bäumen, dass fast magisch wirkte. Ich ging näher heran. Doch es wirkte als wären die Bäume immer noch genau da wo sie vorher waren. Genau wie das Leuchten. Und dann sah das Leuchten eher aus wie Konfetti, wie nicht von dieser Welt.
Als ich schließlich auf die Lichtung kam saß ein Junge im Gras. Ich musste dreimal hinsehen bis ich es glauben konnte. Er saß da so entspannt. Das irritierte mich. Was mich aber noch mehr irritierte war, dass er vor einem Feuer saß und in irgendwas rührte. Ich überlegte ob ich näher gehen sollte oder schreiend davon laufen sollte, aber die Neugier war größer.
Ich ging zu ihm. Er sah erst auf als ich direkt bei ihm war. Was da in dem Topf brutschelte sah aus wie Kürbissuppe. Verwirrt sah ich ihn an.
„Was ist das?“
„Wer bist du?“, fragte er zurück.
Wir starrten uns nur an. Dann seufzte er tief.
„Willst du dich nicht zu mir setzen? Ich koche Suppe.“
Zögernd kam ich zumindest näher. Ich war mir zwar nicht sicher, weil ich ihn kaum kannte, aber ich war neugierig. Ich würde schon nicht gleich in Ohnmacht fallen.
„Ich bin eher der skeptische Typ“, erklärte ich ihm. „Ich kenne dich doch gar nicht. Das kann alles sein.“ Ich zeigte auf die Suppe.
„Sie ist nicht giftig oder so“, sagte er. Und um mich zu überzeugen schöpfte er etwas auf die Kelle und schlürfte sie selbst. Also setzte ich mich zu ihm. Ich sah ihm eine Weile zu. Dann gab er mir eine kleine Schale und einen kleinen Löffel. Ich probierte und es war super lecker.
„Hm, die ist gut“, schwärmte ich. Sie war wirklich lecker.
„Was ist da drin?“, fragte ich ihn.
„Geheimrezept“, antwortete er verschwörerisch. Mehr sagte er nicht und ich seufzte tief.
„Schmeckt nach Kürbis“, sagte ich nach einer Weile.
„Hm“, machte er nur und ich rollte mit den Augen. Die Suppe schien noch nicht fertig zu sein. Er rührte weiter und rührte. Verwirrt sah ich ihm zu. Dann dampfte es auf einmal grün aus dem Topf. Der Dampf wurde immer stärker. Und dann sah ich im Dampf kleine Männchen. Ich guckte noch mal und guckte noch mal und konnte es immer noch nicht glauben. Die Männchen waren immer noch da.
„Was zum …“, fragte ich, kam aber nicht weiter. Denn dann kam eines der Männchen aus der Suppe gehüpft. Plötzlich stand es da, ganz klein und kürbismäßig.
„Wer hat mich gerufen?“, fragte es erbost. Er sah uns an als hätten wir ein Verbrechen begangen.
„Ich“, antwortete mein Gegenüber. „Ich habe dich gerufen.“
Der kleine Mann drehte sich zu der Stimme um.
„Ach so. Klar“, sagte er als wäre das keine Seltenheit. „Wer auch sonst. Was ist es diesmal?“
Er lächelte verschmitzt. „Das weißt du doch.“
„Schon wieder?“, fragte das Männchen erneut und rollte mit den Augen.
„Was glaubst du denn?“, fragte er nur.
„Worum geht es genau?“, fragte ich verwirrt. Ich blickte da einfach nicht durch. Was war hier los?
„Wer ist denn das?“, fragte der kleine Kürbiskerl skeptisch.
„Das ist jetzt nicht wichtig“, antwortete der Junge. „Kannst du es oder nicht?“
„Das weißt du doch“, antwortete er.
Und bevor ich nachfragen konnte, was er denn kann verschwand das Männchen plötzlich wieder. Verwirrt sah ich ihm hinterher.
„Was war das?“, fragte ich den Jungen. „Und wer bist du?“
„Äh, das ist nicht so leicht zu beantworten“, meinte der Junge fast verlegen. „Du würdest mir wohl auch nicht glauben.“
„Versuch es doch“, forderte ich ihn auf.
Er warf mir einen skeptischen Blick zu. Dann nickte er vor sich hin.
„Na gut. Du hast es so gewollt“, stimmte er mir zu. „Hier auf die Lichtung kommt sonst niemand. Es ist eine magische Lichtung. Und ich rufe jedes Mal den Kürbiszwerg herbei, wenn ich hier bin. Er ist ein besonderer Kerl. Er mag Kürbisse und isst sie. Dadurch wird er so orange. Jedenfalls hat er nur Magie in sich, wenn er Kürbisse verspeist. Das ist etwas seltsam, aber auch cool. Und dadurch hat er mir schon sehr viel geholfen.“ Er machte eine kurze Pause indem ich das ganze sacken lassen konnte. Hätte ich den Mann nicht selbst gesehen, hätte ich ihm vermutlich nicht geglaubt. Auch jetzt fiel mir das immer noch schwer. Aber ich hatte es mit eigenen Augen gesehen.
„Okay, und weiter?“, fragte ich deswegen.
Er warf mir einen überraschten Blick zu. Dann nickte er.
„Er kann Dinge bewirken, die sonst keiner kann. Und diesmal brauche ich ihn wirklich. Ich habe da nämlich ein klitzekleines Problem.“
„Das klingt mysteriös“, fand ich.
„Mag, sein, aber es ist so“, antwortete er nur.
„Was für ein Problem hast du denn?“, fragte ich ihn.
„Vielleicht sollten wir uns erst mal vorstellen“, wich er mir verlegen aus. „Ich bin Ruben.“
„Maggie“, antwortete ich.
Ruben. Das passte zu ihm. Er sah genauso verwegen aus wie ich mir einen Ruben vorstellte.
„Freut mich dich kennen zu lernen, Maggie“, sagte er und wirkte dabei sehr charmant.  „Also, wie bist du hier her gekommen?“
Jetzt wollte er also reden? Das konnte er haben.
„Ich hab mich verlaufen und bin zufällig hergekommen“, antwortete ich.
„Verlaufen. Hm“, machte er nachdenklich. „Okay.“
„Ja, das ist mir noch nie passiert.“
„Vielleicht sollte es dann so sein“, überlegte Ruben. „Nun, denn. Dann wollen wir mal.“

Fortsetzung folgt ….

Und was sagt ihr?

4 Gedanken zu “Writing Friday 01.12.21 Entführt ins Weihnachtsdorf Teil 1

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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