Challange Telling Pictures: Das Unterwasserzimmer

Diese Geschichte gehört zu einer Challange an der ich teilnehme und da ich gleich inspiriert wurde habe ich direkt heute eine Geschichte parart. Ich bin gepannt was ihr dazu sagt. Hier gehts übrigens zur Challange: Klick

Das Unterwasserzimmer

Das Wasser war eine faszinierende Angelgenheit, doch meine Welt war unter Wasser. Jeden Tag sah ich aus dem Fenster und eine wunderschöne Unterwasserwelt zeigte sich direkt vor meiner Nase. Mein Schreibtisch stand vor einem großen Panoramafenster und ich saß in einem Schaukelstuhl mit dem Lap Top davor. Der Nachteil war: Ich konnte nie aus diesem Zimmer heraus. Niemals. Denn alles um dieses Zimmer herum war von Wasser umgeben. Ich war für immer hier gefangen.
Allerdings hatte ich meinen Lap Top und so konnte ich Zugang zur Welt über Wasser finden. Seit Jahren unterhielt ich mich mit einem Jungen, der mittlerweile ein Mann sein müsste. Er war Berufstaucher und liebte das Meer. Irgendwann hatte er angefangen mich zu suchen. Ich hatte von Anfang an gewusst, dass es nichts brachte, aber er wollte es nicht wahrhaben. Er suchte weiter. Aber ich war zu weit unten. Ich wusste es instinktiv. Er würde hier unten keine Luft kriegen. Er würde nie hierher kommen.
Mein Zimmer war ziemlich groß. Wenigstens das. Ich hatte gegenüber der Fensterwand eine große Bücherwand. Die liebte ich abgöttisch. Sie enthielt ungefähr jegliches Buch, dass man sich vorstellen konnte. Ich hatte keine Ahnung wie sie hier hergekommen waren. Ich wusstes nicht mal wie ich hierher gekommen war. Das war einfach immer so gewesen.
Außerdem hatte ich hier auch eine Sofakuschelecke. Sie war so gemütlich, dass sie auch als mein Bett diente. Ein anderes gab es hier  nicht. Die Wände von dem Zimmer waren blau und mit Meerestieren bemalt. So wirkte es ein bisschen als wäre ich Mitten unter ihnen. Aber das tat es sowieso schon irgendwie.
Also verbrachte ich den größten Teil mit Lesen, chatten und schlafen. Es war recht eintönig. Ich wusste gar nicht wozu ich überhaupt hier war. Wozu gab es  mich.
Doch ich liebte das Schreiben mit Louven. Das hielt mich auf Trab. Er brachte mich jedes mal zum Lächeln. Er war witzig. Ich wünschte er könnte mir seine sogenannten Videos schicken von denen er mir erzählt hatte. Dann könnten wir uns von Angesicht zu Angesicht sehen. Mehr oder weniger zumindest. Doch ich hatte nur die Meerestiere als einziges Zeichen der Zivilisation vor mir.

Eines Tages änderte sich etwas. Plötzlich schwammen die Tiere vor meinem Fenster auseinander. Ich sah ihnen verwirrt dabei zu. Und dann erschien eine Art Gesicht vor mir. Zumindest glaubte ich, dass es ein Gesicht war. Es war ein bisschen eingepackt. Ich konnte nicht mal die Augen richtig erkennen. Aber irgendwie wirkte er vertraut. Dabei hatte ich noch nie einen anderen Menschen gesehen. Er verschwand wieder vor  meinen Augen, aber die Tiere kamen nicht wieder. Stattdessen hörte ich irgendwann ein Knarzen. Was war das gewesen? Und dann stand plötlich ein Mann vor meinen Augen. Den ersten Mann, den ich je in meinem Leben gesehen hatte. Er war wunderschön und ich starrte ihn einfach nur an.
„Hallo Savannah“, lächelte er nur.
„Louven?“, fragte ich ungläubig.
Er nickte nur und wirkte plötzlich ganz aufgeregt. „Endlich begegnen wir uns wirklich. Darauf habe ich solange gewartet. Ich habe es geschafft. Das habe ich dir doch gesagt.“
„Und ich habe es nie wirlich geglaubt“, lächelte ich. Und dann umarmten wir uns. Und wir blieben eine Weile in der Umarmung, weil wir uns gar nicht wieder loslassen wollten.
Er nahm mich mit an die Wasseroberfläche und ich lernte die Welt da oben kennen. Sie war so unglaublich weit und ich musste mich erst mal zurecht finden. Louven half mir dabei und ich blieb für immer an seiner Seite. Wir wurden glücklich, aber manchmal kehrte ich noch in meine alte Heimat zurück. Die Meerestiere begrüßeten mich jedes Mal mit Freuden.

Ende

So, das war meine Geschichte zu dem Bild. Es dauerte nicht lange und ich hatte eine Idee. Sicher hätte ich daraus einen Mehrteiler machen können, aber ich hab es extra abgekürtz. Was meint ihr?

 

 

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8 Gedanken zu “Challange Telling Pictures: Das Unterwasserzimmer

    1. Danke. Schön, dass es dir gefällt. Ja, man muss ja nicht immer alles reinbringen. Dafür war leider nicht genug Platz um zu sagen was es mit dem Zimmer auf sich hat sonst hätte es was mit Fortssetzung werden müssen. Aber geht ja auch so. LG Corly

      Gefällt 1 Person

  1. Pingback: #TellingPictures: Peters Monster* – Writing Chills

  2. Pingback: #Telling Pictures – Und wenn sie nicht gestorben sind, gibt es Hoffnung. – Geschichtszauberei

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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